Abwechslung in der Kartoffelküche
Bei dem Wort Kartoffelsalat denken wir an hellgelbe Kartoffenscheiben, dekoriert mit weiß-roten Radieschen, braunen Würstchen, gelb-weißen Eiern und anderen Zutaten. Welche Überraschung, wenn Sie plötzlich lilafarbenen Salat oder rote Kartoffeln präsentieren!
Roter Kuss oder Odenwälder Blaue?
Die bunten Kartoffelsorten, die das Internet in aller Vielfalt bereithält, machen neue Farbspiele in der Küche möglich. Und sie bringen die Geschmacksnerven auf Trab. Dürfen es heute die kleinen Kugeln der Lila Trüffelkartoffel sein, so sind morgen die länglichen Exemplare der Rosa Tannenzapfen dran. Als Besonderheit leistet man sich die seltene Andengold (Aendean Sunrise), das seinen Namen nicht nur der Rarität, sondern vor allem der intensiven gelben Farbe wegen trägt. Eine fleischlose Mahlzeit ist hervorragend mit der teilweise über 500 Gramm schweren Institut de Beauvais zu kompensieren – eine Ofenkartoffel kann dabei durchaus für mehrere Leute reichen.
Rot, Lila, Blau, Violett, aber auch intensives Gelb sind die hervorstechenden Farben dieser selteneren Artgenossen, die es problemlos mit dem Rest der weltweit über 5.000 Kartoffelsorten aufnehmen können. Allein ihr Anblick lässt Liebhabern der leckeren Knolle das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Farbtöne bleiben bei manchen Exemplaren der Schale vorbehalten, bei anderen wieder gehen sie durch bis zum Fruchtfleisch. Auf den Anbau der außergewöhnlichen Sorten haben sich inzwischen diverse Bauern spezialisiert und verkaufen ihre Ernte weitgehend über das Internet. Sehr zur Freude von uns Konsumenten, die auf diese Weise eine unglaubliche Vielfalt auf den Teller bekommen.
Leckere Vielfalt aus dem Kartoffeltopf
Ebenso wie die normalen Kartoffeln aus dem Supermarkt variieren bei den bunten Kameraden die Dicke der Schale und die Kocheigenschaften. So wird die Sorte Reichskanzler eher mehlig, Poorlander aus Ohio ergibt besonders gute Bratkartoffeln und die lustige Smile, die immer ein weißes Lächeln auf ihrer roten Schale trägt, behält ihre feste Konsistenz. Viele Sorten stammen aus Bioanbau und der Blick ins weltweite Netz lohnt sich unbedingt. Guten Appetit bei der neuen Kartoffelküche!