Category: Essen & Trinken

Saft selber herstellen

Jeder kennt es, wenn man in der Kaufhalle vor dem Saftregal stehen bleibt, und überlegt, welche von den vielen unterschiedlichen Säften, man mal probieren könnte. Doch warum Geld für fertige Produkte ausgeben, bei denen man nicht weiß, was alles enthalten ist wenn es doch Entsafter gibt? Da tritt doch die Alternative auf den Plan.
Saft einfach mal selber machen.
Die einfachste Methode, die man kennt, ist es sich einen Beutel Orangen zu holen und diesen zu frisch gepresstem Orangensaft zu verarbeiten. Alternativ geht das natürlich auch mit allen anderen Früchten erfolgen. Das Problem bei dieser Methode ist natürlich die immense Arbeit, welche man in ein Glas Saft stecken muss.
Eine schnellere Variante bieten sogenannte Passiermühlen, bei denen die Frucht durch das Drehen einer Kurbel immer wieder an ein Sieb gedrückt wird und somit langsam aber sicher ausgepresst wird.
Möchte man nun nicht nur ein Glas, sondern vielleicht auch mal eine Flasche frischen Saft haben, so fallen diese Arten der Saftherstellung aus. Alternativ dazu kann man auch Geräte bemühen, alles Wertvolle aus der gewünschten Frucht herauszuholen. Diese elektrischen Entsafter bewegen sich preislich in einer Spanne von 20 – 500 €. ­Hierbei wendet das Gerät das Phänomen der Zentrifuge an, wobei der Inhalt zerkleinert wird. Als Endprodukte verbleiben der gewünschte Fruchtsaft und der “trockene” Rest der Frucht, welcher zum Schluss einfach entsorgt werden kann.
Um beispielsweise 1 Kilo Frucht zu verarbeiten, würde man jedoch nicht auf einen solchen Entsafter setzen. Um diese Menge an Obst in Saft umzusetzen, sollte man sich eines Dampfentsafters bedienen. Der durch kochendes Wasser entstehende Wasserdampf sorgt dafür, dass die Struktur der Früchte aufgebrochen wird und der Saft langsam aus den Früchten austritt. Übrig bleiben nur die nicht gewünschten Überreste. Das besondere an solch einem Entsafter ist, dass aufgrund der hohen Wärme die Vitamine geschont werden und mögliche Keime direkt abgetötet werden.
Die Wahl der richtigen Methode zur Saftherstellung hängt also von der gewünschten Menge und dem gewünschten Aufwand ab. Für schnellen Trinkgenuss einfach die Zitronenpresse bemühen und genießen.

Abwechslung in der Kartoffelküche

Bei dem Wort Kartoffelsalat denken wir an hellgelbe Kartoffenscheiben, dekoriert mit weiß-roten Radieschen, braunen Würstchen, gelb-weißen Eiern und anderen Zutaten. Welche Überraschung, wenn Sie plötzlich lilafarbenen Salat oder rote Kartoffeln präsentieren!

Roter Kuss oder Odenwälder Blaue?

Die bunten Kartoffelsorten, die das Internet in aller Vielfalt bereithält, machen neue Farbspiele in der Küche möglich. Und sie bringen die Geschmacksnerven auf Trab. Dürfen es heute die kleinen Kugeln der Lila Trüffelkartoffel sein, so sind morgen die länglichen Exemplare der Rosa Tannenzapfen dran. Als Besonderheit leistet man sich die seltene Andengold (Aendean Sunrise), das seinen Namen nicht nur der Rarität, sondern vor allem der intensiven gelben Farbe wegen trägt. Eine fleischlose Mahlzeit ist hervorragend mit der teilweise über 500 Gramm schweren Institut de Beauvais zu kompensieren – eine Ofenkartoffel kann dabei durchaus für mehrere Leute reichen.

Rot, Lila, Blau, Violett, aber auch intensives Gelb sind die hervorstechenden Farben dieser selteneren Artgenossen, die es problemlos mit dem Rest der weltweit über 5.000 Kartoffelsorten aufnehmen können. Allein ihr Anblick lässt Liebhabern der leckeren Knolle das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Farbtöne bleiben bei manchen Exemplaren der Schale vorbehalten, bei anderen wieder gehen sie durch bis zum Fruchtfleisch. Auf den Anbau der außergewöhnlichen Sorten haben sich inzwischen diverse Bauern spezialisiert und verkaufen ihre Ernte weitgehend über das Internet. Sehr zur Freude von uns Konsumenten, die auf diese Weise eine unglaubliche Vielfalt auf den Teller bekommen.

Leckere Vielfalt aus dem Kartoffeltopf

Ebenso wie die normalen Kartoffeln aus dem Supermarkt variieren bei den bunten Kameraden die Dicke der Schale und die Kocheigenschaften. So wird die Sorte Reichskanzler eher mehlig, Poorlander aus Ohio ergibt besonders gute Bratkartoffeln und die lustige Smile, die immer ein weißes Lächeln auf ihrer roten Schale trägt, behält ihre feste Konsistenz. Viele Sorten stammen aus Bioanbau und der Blick ins weltweite Netz lohnt sich unbedingt. Guten Appetit bei der neuen Kartoffelküche!

 

Unterschied zwischen Fairtrade und “normalem” Kaffee

Kaffee ist doch Kaffee, Hauptsache die Kaffeesorte schmeckt! Warum für einen Fairtrade-Kaffee mehr bezahlen als für “normalen” Kaffee? Die Argumente, die für die Wahl von Fairtrade-Kaffee und anderen Produkten mit dem Fairtrade-Label sprechen, liegen in den Bereichen soziale Standards, Ökonomie und Ökologie.
Weltweit beschäftigen der Anbau, die Verarbeitung und der Handel von Kaffee über 25 Millionen Menschen. Deren Lebensumstände sind oft geprägt von Ausbeutung, finanzieller Unsicherheit und erzwungenem Raubbau an der Umwelt. Hier setzt die Fairtrade-Idee an.

Guter Kaffee, faire Bezahlung

Der von Fairtrade bezahlte höhere Preis fließt in Bildungs- und Infrastrukturprojekte, mit denen in den Erzeugerländern bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauern, Beschäftigten und deren Familien geschaffen werden. Die Vertragspartner verpflichten sich, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit im Kaffeeanbau und -handel einzuhalten. Stabile Mindestpreise und bezahlte Sonderprämien machen die Produzenten unabhängiger von spekulativem Preisverfall an der Welt-Kaffeebörse.

Langfristige Lieferverträge und Partnerschaften sorgen in den Erzeugerländern für Planungssicherheit. Projekte können auf einer soliden finanziellen Grundlage gestartet und umgesetzt werden. Fairtrade-Partner müssen einen nachhaltigen Anbau – das heißt schonenderen Umgang mit den natürlichen Ressourcen – betreiben.

Fairtrade – fairer Handel

Die weltweite Fairtrade-Dachorganisation FLO legt einzuhaltende Standards fest und unterstützt die Produzenten bei der praktischen Umsetzung. Die FLO stützt sich bei ihrer Arbeit auf Produzenten-Netzwerke in Lateinamerika, Asien und Afrika sowie auf 23 Länderinitiativen. Überwacht und inspiziert werden Produzenten und Händler von der FLO-Cert. Diese unabhängige Zertifizierungsstelle vergibt nach erfolgreicher Prüfung das Fairtrade-Label. Bei so ausgezeichneten Produkten wird die gesamte Lieferkette aus Produzenten, Händlern und Kooperativen, aus Exporteuren und Weiterverarbeitern (Kaffeeröster) überprüft.

Obwohl Fairtrade-Kaffee in Deutschland nur einen Marktanteil von zwei Prozent am Gesamtumsatz hat, sind dies über 7000 Tonnen Kaffee, die verkauft werden. Dabei ist fair gehandelter Kaffee heute längst kein Nischenprodukt mehr. Es gibt über 370 verschiedene Kaffeesorten und Verpackungsgrößen. Startete der Verkauf von Fairtrade-Kaffee 1992 in einem einzigen Laden, wird der Kaffee heute in mehr als 30.000 Supermärkten, Bio- und Weltläden verkauft und in 18.000 Gastronomiebetrieben ausgeschenkt. Auch öffentliche Verwaltungen, Kommunen und Städte schmücken sich mit dem Fairtrade-Label.

Es liegt also nicht (nur) am Geschmack, wenn immer mehr Verbraucher Fairtrade-Kaffee dem “normalen” Kaffee vorziehen. Ein paar Cent mehr für den guten Zweck hinter dem Kaffeegenuss fallen da kaum ins Gewicht.